Der 4-Wochen-Prozess#
Diese Seite ist für den Fall geschrieben, dass Sie schon einmal ein Softwareprojekt verloren haben. Deswegen steht hier für jede Woche: was passiert, was ich von Ihnen brauche, was Sie bekommen — und was Übergabe genau bedeutet.
Vor dem Start: das Erstgespräch#
20 Minuten, kostenlos. Sie schildern den Prozess, der Sie Zeit kostet. Ich sage Ihnen ehrlich, ob ein Sprint dafür das richtige Format ist — und wenn nicht, was besser passt. Das Gespräch endet mit einer klaren Zu- oder Absage; eine Absage ist eine Information, kein Verlustgeschäft.
Woche 1: Der Umfang wird festgeschrieben#
Was passiert: Wir schreiben den Umfang in das Scope-Sheet — jede Funktion als testbare Aussage („Frau Meier öffnet die App auf dem iPhone, wählt ‚Termin verschieben', sieht den neuen Termin in Liste und Bestätigungs-E-Mail"). Auf diesem Blatt steht auch die Liste „nicht in diesem Sprint". Parallel entstehen Architektur und klickbarer UI-Prototyp; Repository und CI stehen von Tag 1 an.
Was ich von Ihnen brauche: Zeit für 1–2 Interviews, Ihre Beispieldaten (strukturiert oder unstrukturiert — wir sortieren gemeinsam), und die Unterschrift unter dem Scope-Sheet.
Was Sie bekommen: Unterschriebenes Scope-Sheet, klickbaren UI-Prototyp, Repository-Zugang, den CI-Lauf auf grün.
Woche 2: Der Kernprozess mit echten Daten#
Was passiert: Der vereinbarte Kernprozess wird Ende-zu-Ende gebaut — mit Ihren echten Daten, nicht mit Platzhaltern. Am Ende der Woche testen Sie intern auf Ihren Geräten: iPhone, Android, Browser, was bei Ihnen Alltag ist.
Was ich von Ihnen brauche: Testende aus Ihrem Alltag. Zwei bis drei Menschen, die den Prozess kennen, und eine Stunde ihrer Zeit.
Was Sie bekommen: Eine testbare Version des Kernprozesses und eine Liste dessen, was in Woche 3 angegangen wird.
Woche 3: Sonderfälle und die erste Live-Demo#
Was passiert: Randfälle, Fehlerpfade, Berechtigungen. Mitte der Woche die erste Live-Demo — auf echten Geräten, mit Ihren Daten. Sie sammeln Feedback, wir priorisieren es gemeinsam: Was kommt in Woche 4, was geht auf die Änderungsauftrags-Liste für später.
Was ich von Ihnen brauche: Eine Stunde für die Demo und Entscheidungen zum Feedback — was ist wichtig, was kann warten.
Was Sie bekommen: Demo-fähigen Stand, priorisiertes Feedback-Backlog. Der zweite Zahlungsmeilenstein (40 %) wird nach dieser Demo fällig.
Woche 4: Feedback, Dokumentation, Übergabe#
Was passiert: Das priorisierte Feedback wird umgesetzt. Dokumentation wird geschrieben (README, Dev-Doku, Betriebsnotizen), Deployment wird fertig gestellt — TLS, Backups, Monitoring. Am Ende der Woche der Übergabe-Workshop (2 Stunden).
Was Sie bekommen:
- Repository — der Quellcode, vollständig, inklusive Commit-Historie.
- Dokumentation — Architektur, Betrieb, bekannte Grenzen.
- CI-Pipeline — baut und testet bei jedem Commit.
- Deployment — lauffähig, mit Backups und Monitoring.
- Übergabe-Workshop — Ihr Team (oder Ihre IT) sieht, wo was liegt und wie man es betreibt.
Abnahme: Schriftlich, mit fünf Werktagen Prüfungsfrist (§ 640 BGB). Die Qualitätsschranke: demo-reif auf echten Geräten, kein bekannter Absturz auf der vereinbarten Testmatrix, kein Platzhaltertext in den vereinbarten Abläufen.
Die 30 Tage danach#
30 Tage lang behebe ich Fehler an den vereinbarten Abläufen ohne Zusatzkosten. Was danach kommt, entscheiden Sie in Ruhe: Ausbau (€480/Tag) für weiteren Änderungsbedarf, Betreuung & Wartung (€240/Monat) für Betrieb und Updates — oder eigener Betrieb mit Ihrem Team. Der Code gehört Ihnen; nichts daran hält Sie bei mir.
Was mich vom gescheiterten Projekt unterscheidet#
Drei Mechanismen, die Sie aus dem letzten Projekt wahrscheinlich vermisst haben:
- Der Umfang steht schriftlich fest — mit Ausschlussliste. Keine mündlichen Zusagen, die in Woche 8 "eigentlich klar waren".
- Der Preis steht vor Beginn fest. Wenn meine Schätzung falsch war, ist das mein Problem, nicht Ihres.
- Nach Woche 2 können Sie stoppen — mit nutzbarem Zwischenergebnis und rund €2.400 statt €4.800. Ein Projekt, das erst in Monat vier auffliegt, hat diese Absicherung nicht.
Wenn Sie bei einem dieser drei Punkte Zweifel haben, fragen Sie im Erstgespräch genau nach — dafür ist es da.